Dänemark Reise- und Spotbericht Juni 2009
12.6. Abfahrt Bremen 22:00 Uhr
13.6. Lökken
14.6. Lökken
15.6. Lökken (Lönstrup)
16.6. Abfahrt Lökken (über Rubjerg Knude, Hirthals, Kjul Strand nach Skagen)
17.6 Skagen (Hojen, Leuchtturm)
18.6. Abfahrt Skagen (über Skiveren, Klitmöller) nach Nörre Voruper
19.6. Nörre
20.6. Nörre (Klitmöller)
21.6. Abfahrt Nörre Richtung Thorsminde
22.6 – 27.6 Thorsminde
Unsere Tour beginnt
„Wohin waren wir denn jetzt im Juni?“. Stellten wir uns als Frage, und schauten uns die Wetter-Langzeitprognosen für Dänemark und St. Pere Pescador in der Bucht von Rosas an.Warm sollte es schon sein, und Wind wäre ja auch nicht schlecht. Bis kurz vor unserer Abfahrt am 12. Juni waren wir uns noch unsicher, entschieden uns dann aber für Dänemark.
Und zwar sollte es diesmal endlich bis ganz in den Norden nach Skagen gehen, mit einigen Zwischenstationen.
Wir starteten am Freitag den 12. Juni spät um 22:00 Uhr, um einen Stau auf der ewigen Baustelle A1 zwischen Bremen und Hamburg zu entgehen.
Kurz vor Aalborg, es war so ca. 3:00 Uhr legten wir uns hin. Es wurde schon langsam hell, oder besser es wurde es gar nicht richtig dunkel so weit im Norden.An diesem Morgen war unser erstes Ziel der Ferienort Lökken, den wir schon einmal besucht hatten.Lökken erwartete uns mit strahlenden Sonnenschein und „Wiiiiind“.

Nach einem kurzen Frühstück wurde ich dann schon nervös. „könnte ja nachmittags wieder vorbei sein“, dachte ich mir.
Also ab aufs Wasser. Der Wind kam fast auflandig (West). Man musste sich also durch einiges „Weißwasser“ kämpfen. Um mir die Sache einfacher zu machen hatte ich mich dann fürs Kiten entschieden, zumal ich dann nicht das ganze Surfgerödel die steile Treppe runterschleppen musste.
Ich also runter zum Strand, 9er CB IDS aufgebaut mein SRT 5.11 geschnappt und ab aufs Wasser.

Und so ging es die nächsten 2 Tage weiter. Sonne, 5 Beaufort und Platz ohne Ende.

Am Abend dann am Strand den Sonnenuntergang genießen.
Zwischendurch sind wir dann mit dem Fahrrad Richtung Norden nach Lönstrup

gefahren, vorbei am versandeten Leuchtturm Rubjerg Knude.

Nach 3 Tagen ging es dann weiter Richtung Skagen, unserem eigentlichen Ziel.
Auf dem Weg dorthin sind wir kurz in Hirthals auf dem Leuchtturm.

gewesen und haben uns den Strand bei Kjul angeschaut.

Sollte bei West- bis Nordöstlichen Winden interessant sein. An diesem Tag war aber (zum Glück ) kein Wind, so das wir unsere Fahrt Richtung Skagen fortsetzten konnten. Wir haben uns dann in Skagen auf dem Strandcamping Skagen hingestellt. Dieser ist nur ca. 1 km von der großen Sandbank entfernt.Da es hier unmöglich bzw. auch verboten ist zu Surfen oder zu Kiten konnten wir uns in Ruhe die Umgebung mit dem Fahrrad anschauen.
Unsere Ziele waren hier, die Sandbank Greenen

(http://de.wikipedia.org/wiki/Skagen#Grenen), der Leuchtturm

(http://de.wikipedia.org/wiki/Skagen#Leuchtfeuer), die versandete Kirche St. Laurentii

(http://de.wikipedia.org/wiki/Skagen#Die_versandete_Kirche) und Hojen auf der anderen, der Nordseeseite, von Skagen. Hier hat man die letzte Möglichkeit aufs Wasser zu gehen.

http://www.achwieschoen.de/html/skagen_strand.html
Am Donnerstag, den 18. ging’s dann weiter Richtung Nörre Voruper 15 km südlich von Klitmöller. Am Morgen hatte es noch geregnet (der erste Tag in diesem Urlaub), und es sah nicht so aus, als wenn es noch mal aufklaren sollte. Weit gefehlt, man ist ja in DK, wo sich das Wetter stündlich ändern kann. Und diesem Fall zu unserem Vorteil. Auf dem Weg von Skagen Richtung Hirthals wollte ich unbedingt noch man nach Skiveren, einen Spot, der auch im Kite- und Windsurfguide (http://stoked-publications.de/index.php?rubrik=europe&lang=de&PHPSESSID=fbbb977733d06ced784c65dc7c7cf478) vorgestellt wird.
Nach ca. 30-minütiger Fahrt durch Tannen- und Fichtenwälder sah man dann schon von weitem weiße Schaumkronen. Mein Herz begann zu rasen.

Man konnte direkt auf den Strand fahren, und wenn wir nicht vorgehabt hätten dort zu bleiben wären wir sicherlich auf den Camping direkt am Spot gefahren (http://www.skiveren.dk/index.asp?mode=alm!forside!de).

Laut Windmesser hatten wir ca. 35-40 Knoten (leider ohne Fotobeweis).
Da ich mal wieder alleine war (auf dem Wasser) und ich das Revier nicht kannte, entschloss ich mich mit dem 4,2 er Hammer und meinem geliebten On Hardwave mit 67 Litern aufs Wasser zu gehen.

Nach 2 Stunden (meistens aus dem Trapez ausgehakt) war ich dann platt. Schnell zusammengepackt und weiter geht’s.
Auf dem letzten Stück haben wir uns dann noch entschieden schnell mal in Klitmöller vorbeizufahren. Klitmöller bei Traumbedingungen mit 5-6 Windstärken. Und ich kämpfe mich bei 7-8 ab.

Auf jeden Fall hat es auch mal Spaß gemacht nur zuzuschauen, zumal man hier die „Creme de la Creme“ auf dem Wasser sehen kann.
Ich selber war zu platt.
15 km weiter südlich sind wir dann in Nörre Voruper angekommen und haben uns auf dem Strandgardens Camping einen Platz für die nächsten Tage gesucht. Bevor man jedoch auf den Platz kann muss man sich beim Kaufmann anmelden und eine Zugangskarte besorgen. Der Campingplatz liegt superschön in den Dünen, ist aber sehr spartanisch eingerichtet. Vom Platz zum Meer sind es zwischen 200 und 500 Meter. Kommt darauf an, ob man südlich der Mole (bei nördlichen Winden) oder nördlich der Mole (bei West bis Süd) auf Wasser möchte.
Ich hatte dann am 2. ten Tag das Glück bei perfekten Bedingungen mit dem 9er Kite und meinem Waveboard aufs Wasser gehen zu können. Ich teilte mir die Bucht mit einem Kiter und einigen Surfen, die hier jederzeit anzutreffen sind. Aber bei der Größe der Fläche kommt hier jeder auf seine Kosten ohne dem anderen in die Quere zu kommen.
Nach einem gelungenen Tag konnte man den Tag mit einem (vielleicht waren es auch mehr) kühlen Weizen ausklingen lassen und einen Spaziergang am Strand machen.

Am nächsten Tag waren ca. 4 Beaufort, also Wind für den 12er. Da ich jedoch die letzte Zeit vom Wind verwöhnt wurde machten wir kurzerhand eine Fahrradtour nach Klitmöller. Dort das gleiche Bild: 12 – 15 er Kites und Windsurfer mit 6er Segeln.
Auf dem Rückweg wollten wir zwar noch am Vandet So vorbei, die Strecke war dann aber doch zu weit. Am Vandet So ist das Windsurfen und Kiten seit einigen Jahren verboten, weil einige Kitende und Surfende „Idioten“ Ihren Dreck nicht mitnehmen wollten.
Surfen kann man aber immer noch auf der Westseite. (bei östlichen Winden ganz OK).
Am nächsten Tag ging es dann weiter. Laut Internet (auf dem Camping W-Lan kostenlos) sollte der Wind auf Ost drehen und die Temperaturen ansteigen.
Also ab Richtung Thorsminde am Nissum Fjord. Der Camping dort (http://www.thorsmindecamping.dk/index_dt.html) liegt direkt am Nissum Fjord. Seit letztem hat dort die Kiteschule (http://www.kite-school-tours.de/auf_einen_Blick/buchungsauf_einen_blick.html) Ihre Zelte aufgeschlagen.
Zum Lernen ist der Fjord durch seine geringe Stehtiefe optimal. Das Beste an der Lage ist jedoch der kurze Weg zur Nordsee. Wer lieber auf dem offenen Meer Surft oder Kitet kann nach einem ca. 500 m Fußmarsch auf der Nordseite der Mole auf die offene See. Vorsicht ist hier jedoch geboten, da die Strömung nicht ganz ohne ist.
Der Sonntag war wunderbar, um in der Sonne zu schmoren, da die Temperaturen auch so langsam anzogen. Am Montag war dann noch Westwind mit ca. 4 Beaufort.
Nach 2 Stunden Kiten auf dem Fjord bin ich dann noch für 2 Stunden aufs Meer.

Mein Waveboard war danach aber nicht mehr zu gebrauchen, da die weichgetretene Stelle nun geplatzt war und das Brett schon Unmengen an Wasser aufgesogen hatte.
Die nächsten Tage bis einschließlich Samstag hatten wir dann den angekündigten Ostwind mit Sonne und warmen Temperaturen. Der Wind schwankte zwischen 5 und 6, so dass ich nur noch den 9er aufbauen musste.
Zwischendurch haben wir mit dem Fahrrad Touren nach Ulfborg, und zum Leuchtturm Bovbjerg unternommen, einen Mekka der Paraglider.

Am Samstag, den 27.6.2009 ging es dann am Nachmittag Richtung Heimat.
Als Fazit kann man sagen:
Es hat alles gepasst. Spanien hätte nicht schöner sein können. Vom Wetter her nicht, und vom Wind sowieso nicht.
Wer jetzt Lust bekommen hat, noch weitere Fotos von dieser Reise anzuschauen kann dies gerne auf meiner Homepage www.achwieschoen.de tun.