Unsere 1. Kreuzfahrt mit der AIDA Blue Kanaren mit Madeira
Wer sind wir, ach nennt uns einfach Bärbel und Micha, 2 Urcamper seit ewigen Zeiten. In diesem Fall sind es na, rechnen wir mal von Kindesbeinen an so ca. 44 und 49 Jahre.
Und warum musste es ausgerechnet eine Kreuzfahrt sein? Wussten wir vorher auch nicht so genau. Auf jeden Fall mussten wir bis Ende des Jahres eben unseren Resturlaub abbauen und durch Zufall sind wir beim Stöbern im Netz auf „Just Aida“ gestoßen. Und, siehe da, ca. 10 Minuten später hatten wir eine Balkonkabine für eine 7 tägige Kanarentour gebucht. Entweder am Samstag oder am Sonntag mit der Aidablu oder Aida Stelle. Es wurde die Samstag-Samstag Tour mit der Aidablu.
Nachdem wir nun im Vorfeld von vielen Bekannten und Freunden einiges über Aida und Co. gehört hatten, nur positives, waren wir nun wirklich gespannt wie ein Flitzebogen ob wir die gleichen „positiven“ Erfahrungen machen werden.
Es konnte also losgehen
1. Tag: Auf nach Gran Canaria
Die Nacht endete um ca. 02:30 Uhr. Die Koffer waren schon gepackt, ein schneller Kaffee noch und ab ins Auto um zum Flughafen zu kommen. Da wir von Bremen abgeflogen sind war der Weg nicht allzu weit. Wir hatten für den Wagen einen Wochenstellplatz übers Web gebucht. Vom Parkplatz aus ging es dann per Shuttle zum Flughafen. Das Schöne am Bremer Flughafen ist, hier kann man sich nicht verlaufen, nicht um 4:00 Uhr Nachts und ich glaube auch zu keiner anderen Tageszeit.
Der erste Flug gehörte dann auch schon uns. Es war ein Germania Flug. Die ca. 5 Stunden vergingen wie im „Fluge“. Zumindest wenn man nur 1,7 m „klein“ ist. Ich weiß immer noch nicht, wie ein 1,9 m Mensch hier einigermaßen vernünftig sitzen soll.
Um ca. 11:00 Uhr sind wir dann auf Gran Canaria „Las Palmas“ gelandet. Dann ging alles ganz schnell.
Koffer abholen, Transfer zum Schiff, Einchecken im Zelt am Hafen und um 12:00 Uhr saßen wir das erste Mal auf dem Balkon unserer Kabine und die Sonne schien uns ins Gesicht. Ein suuuper Gefühl, so konnte es weitergehen und, ohne es vorwegzunehmen, es ging so weiter.
Auch wenn wir auf Gran Canaria bis 21:00 Uhr Zeit gehabt hätten uns Las Palmas oder die Insel anzuschauen, beschränkten wir uns darauf, nur die nähere Umgebung auszukundschaften. Hierzu gehörten die Hafenpromenade und der Stadtstrand. Leider spielte das Wetter nicht so mit, und so verbrachten wir die letzten Stunden bis zum Auslaufen damit uns kulinarisch verwöhnen zu lassen.
Und hier werden keine Wünsche offen gelassen. Wer hier etwas zu mäkeln hat, dem ist nicht mehr zu helfen.
Auf der AidaBlu hat man die Auswahl unter insgesamt 8 Lokalitäten unterschiedlichster Couleur.
Markt Restaurant – Buffet – täglich wechselnde Themen
Bella Donna – Buffet – regionales Essen (Italien)
East Restaurant – Buffet – regionales Essen (asiatischer Raum)
Brauhaus – Bedienung – gute Hausmannskost
California Grill – Selbstbedienung – Hamburger und Co.
Buffalo Steak – a la Carte
Rossini – a la Carte Gourmet
Sushi Bar – a la Carte im East Restaurant
Die Getränke wie Wein, Bier und Softdrinks sind in den Buffetrestaurant inklusive.
Was uns beim Essen aufgefallen ist. Es dauert so ca. 2 Tage bis die Hektik in dem einzelnen Restaurant nachlässt. Am Anfang war es schon etwas nervig, da man schon fast „kopflos“ durch die Gegend lief. Erst einmal musste man einen freien Platz finden und dann kam noch die Vielfalt an Gerichten dazu, die zur Auswahl standen. Wir konnten bei den Restaurants im Nachhinein keinen Favoriten ausmachen. Nur eines. Wer es etwas ruhiger haben möchte und nicht unbedingt a la Carte essen wollte, war im East Restaurant ganz gut aufgehoben. Auch im Brauhaus konnte man sich mal zu zweit an einen Tisch setzen. Auch wenn hier die Getränke nicht inklusiv waren freute ich mich mal ein gut gezapftes Weizen zu trinken.
Nach der obligatorischen Rettungsübung war man dann auch froh, endlich ins Bett zu kommen, auch wenn am nächsten Tag ein Seetag anstand.
Wir hatten während der ersten Nacht und des ersten Seetags ca. 6-7 Windstärken mit ca. 5 m Wellenhöhe im Abstand von ca. 250 m. (kommt nicht von mir, hat der Kapitän durchgegeben)
Sprich, man hat ein leichtes Rollen gespürt. Unser Pech, oder Glück, kommt drauf an was man möchte war, dass wir eine Kabine genau in der Mitte des Schiffes hatten, wo man nur wenig vom „Rollen“ mitbekam. Am Bug oder am Heck war von den Bewegungen erheblich mehr zu spüren.
Während des ersten Seetags lernten wir das Schiff ein wenig kennen. Viel Zeit zum „in die Sonne“ legen hatten wir dabei aber nicht, da ja alles neu und super interessant für uns war.
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Wir genossen also das kulinarische Angebot. Angefangen beim ausgiebigen Frühstück auf der einer der Außenterassen über das Mittagessen und Kaffeetrinken hin zum Abendbrot und kleinen Mitternachtssnack. Unsere Waage zu Hause wird sich freuen. Diese Vollverpflegung nimmt man aber eigentlich nur an den Seetagen in Anspruch, da man während der Liegezeiten eh den ganzen Tag an Land unterwegs ist.
So kam es wohl auch, dass wir am Ende keine 5 Kg mehr auf den Rippen hatten. Und noch ein kleiner Tipp: Einfach den Fahrstuhl meiden. Man läuft im Laufe des Tages so viel Treppe, dass man sich das auf dem Schiff befindliche Sportstudio getrost sparen kann.
Madeira (Funchal)
So ca. gegen 5:30 Uhr sind wir dann in Funchal auf Madeira eingelaufen. Geweckt wurde man durch ein fröhliches „Guuuuuten Mooooorgen“ landseitig. Ein mit einer AIDA Fahne schwenkendes Begrüßungkommando.

Um 8:30 Uhr machten wir uns dann auch auf den Weg Funchal zu erkunden. Unser Vorhaben war es auf jeden Fall mit der Seilbahn zu fahren. Leider spielte das Wetter am Morgen noch nicht so mit. Also wurde die Idee mit der Seilbahn auf den Nachmittag verschoben.
Der erste Weg führte uns dann in die Markhalle. Wie fast überall in südlichen Gefilden kann man sich in den Markhallten am ehesten einen ersten Eindruck verschaffen. Auch hier in Funchal gab es an Produkten sei es von Land oder See eine ungeheure Vielfalt zu bestaunen.
Ein paar Schritte weiter landeten wir ein einer kleinen Künstlergasse mit verzierten Türen und kleinen Hinterhof Galerien.
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Da der Berg leider immer noch in Wolken hing nutzten wir das gute Wetter um mit dem roten Hop on Hop off Bus eine Rundtour durch Funchal zu unternehmen. Für uns war es auf jeden Fall wichtig, das der Bus auch nach Camara de los Lobos fuhr, da sich hier die höchst gelegene Glassplattform (580m) Europas befand. Die Tour mit dem Hop on Hop off lohnt sich eigentlich
nur, wenn man wirklich bis Camara de Lobos fahren will. Ansonsten könnte man die Strecke auch zu Fuß abgehen. Im Gegensatz zu anderen Metropolen wo es den Hop On.. Bus auch gibt ist hier relativ wenig zu sehen.
Nachdem wir dann die erste Runde mit dem Bus gedreht haben sind wir an der letzten Station in Los Lobos ausgestiegen. Aber wie kommen wir jetzt zur Plattform hoch? Diese Frage war schnell beantwortet, da seit Anfang Dezember 2014 von der letzten Station aus eine kleine Bummelbahn für 7,50 Euro bis hoch zur Plattform „bummelt“. Die Tour dauert ca. 1,5 Stunden incl. 20 Minuten Aufenthalt an der Plattform. Bis auf einen kleinen Souvenirshop und einen Café gibt es dort oben nichts. Der Blick von der Plattform ist schon phantastisch. Unser Glück war eine klare Sicht mit leichter Bewölkung.
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Nachdem wir wieder unten angekommen sind, haben wir uns noch Los Lobos angeguckt. Ein kleines sehenswertes Dörfchen mit kleinen Hafen und netten kleinen Cafés.
Zurück ging es dann wieder mit dem Hop.. Bus bis zum Ausgangspunkt am Hafen. Leider hat der Dezember den Nachteil, dass auch auf dem Kanaren/Azoren die Tage recht kurz sind. Unser Vorhaben, noch mit der Seilbahn zu fahren geschweige uns den botanischen Garten anzugucken konnten wir uns schenken. Also sind wir noch mal kurz in den Park direkt am Hafen gegangen um von dort noch ein paar Aufnahmen von der Aida zu machen.
Dann ging es wieder aufs Schiff, wo das Abendessen schon auf uns schon gewartet hat.
Da der Kapitän den Routenplan etwas geändert hat und die AIDA erst am kommenden Morgen um 5:00 Uhr Funchal wieder verlassen sollte, hatten wir noch die Möglichkeit, nach dem Abendessen ein wenig durch Funchal zu schlenkern. Die Atmosphäre mit den ganzen Lichtern und der Weihnachtsbeleuchtung war schon sehr beeindruckend.
Auch der Puncha schmeckte schon etwas besser.
Von der Abfahrt am nächsten Morgen hatten wir gar nichts mitbekommen. Als wir das erste Mal auf den Balkon gingen hatten wir Madeira schon ein Stück hinter uns gelassen.
Am 2. Seetag Richtung Lanzarote wurde relaxt, entweder in einer etwas ruhigeren Zone an Deck, oder auf dem Balkon.
Ich könnte mir vorstellen, dass es im Sommer auf Deck schon sehr hektisch werden kann. Gerade, wenn man eine gut positionierte Liege ergattern will und nicht mit den anderen paar Hundert Sonnenhungrigen am Pool liegen möchte.
Lanzarote
Am folgenden Morgen legten wir ca. um 07:00 Uhr im Hafen von Arrecife an. Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es dann von Bord. Für Lanzarote hatte ich über Cicar einen Mietwagen schon von Deutschland aus gebucht. Das Büro befindet sich ca. 100 m vom Anlegeplatz entfernt. Hier befinden sich auch noch weitere 3 Vermieter. Nach ca. 30 Minuten hatten wir dann unseren kleinen Opel Corsa mit bisherigen 500 km Laufleistung.
Nachdem wir Arrecife verlassen hatten sind wir Richtung Norden gefahren, wo ein paar Sehenswürdigkeiten auf uns warteten.
Vorab, unser Vorhaben, einmal um die Insel zu fahren konnten wir nicht umsetzen, da wir an einigen Orten doch länger geblieben sind.
Nach einem kleinen Abstecher in das kleine direkt an der Küste liegende Arrieta führte uns der Weg zu den Lavahöhlen „Jameos del Aqua“, die vom Künstler César Manrique umgestaltet wurden und seit 1966 dem Publikum offen stehen.
Weitere Infos über: http://de.wikipedia.org/wiki/Jameos_del_Agua
Beim Besuch der Höhlen machte es sich wieder bezahlt, einen eigenen Mietwagen zu haben. Nachdem wir uns die Höhlen und die Poollandschaft mit ein paar Besuchern und einen Fototeam geteilt haben kamen 5 Reisebusse gleichzeitig mit jeweils 60 Personen an.
Weiter ging es zum Aussichtspunkt „Mirador del Rio“ am nördlichsten Zipfel von Lanzarote.
Auch hier hatte Cèsar Manrique wieder seine Finger im Spiel. Man kann bei einer Tasse Kaffee die tolle Aussicht, geschützt hinter großen Panoramascheiben, auf das vorgelagerte Chinijo-Archipel genießen.
Weitere Infos zum Mirador del Rio unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Mirador_del_R%C3%ADo
Leider lief uns so langsam die Zeit davon. Wir wollten ja noch in den Süden von Lanzarote. Also ging es quer über die Insel vorbei an Weinfeldern und meist karger Landschaft. Einige Aussichtspunkte mal mehr mal weniger Interessant ließen wir hinter uns bis wir im Süden in el Golfo angekommen sind. Die Attraktion hier ist eine kleine Lagune, die sich ca. 50 m von der Küste entfernt gebildet hat und mit ihrem grünen Wasser einen tollen Kontrast zum schwarzen Lavastrand bildet.
Wie oben schon geschrieben rannte uns die Zeit davon und so konnten wir den Nationalpark „de Timafaya“ nicht mehr besichtigen.
So ging es also Richtung Arrecife weiter, wo im Hafen die Aida lag.
Auf dem Weg dorthin sind wir dann noch direkt an den großen Salzsalinen „Salinas de Janubio“ vorbeigekommen bevor es dann auf der Hauptstraße direkt nach Arrecife ging.
Die Rückgabe des Mietwagen verlief Reibungslos, und so waren wir dann pünktlich auf dem Schiff, welches dann auch bei tollsten „Sonnenuntergangswetter“ pünktlich Richtung Fuerteventura auslief.
Fueteventura
Um ca. 22:00 liefen wir dann in Puerto del Rosaria ein.
Hier hatte man noch die Gelegenheit einen kleinen Nachtspaziergang am Hafen zu machen.
Am nächsten Morgen übernahmen wir unseren Mietwagen, den wir auch schon im Voraus über billiger-mietwagen gebucht hatten. Wenn man nicht unbedingt die Garantie haben möchte, noch einen Mietwagen zu bekommen hat man auch direkt am Hafen die Möglichkeit einen Wagen bei den lokalen Anbietern zu mieten.
Auch hier auf Fuerteventura sind wir gegen den Uhrzeigersinn einmal „fast“ um die Insel rum. Wie schon auf Lanzarote mussten wir unser Vorhaben „ganz“ um die Insel rumzukommen schnell aufgeben. Hierfür reicht einfach ein Tag nicht aus.
Als passionierter Wassersportler ging es erst einmal Richtung Corralejo im Nordosten der Insel. Corralejo selbst ist vom Tourismus und vom kleinen Hafen von wo aus die Fähren nach Lanzarote fahren geprägt. Der Strand östlich von Corralejo ist wunderschön und kilometerlang. Bekannt ist hier die wüstenähnliche Landschaft, der „Parque Natural Corralejo“.
Weiter ging es dann Richtung El Cotillo im Nordwesten der Insel. Dieser Ort ist für seine phantastischen Wellen bekannt und ein Treffpunkt nicht nur der lokalen Surfer Elite.
Von El Cotillo ging es dann quer über die Insel Richtung Südosten. Für den südlichen Teil rund um die Costa Calma reichte die Zeit leider nicht, da das Schiff ja wieder um 18:00 Uhr ablegte.
Nun ging es Richtung Teneriffa, wo wir uns vornahmen einen Strandtag einzulegen.
Teneriffa
Um ca. 8;00 Uhr legte die Aida dann im Hafen von Santa Cruz an. Zusammen mit 3 weiteren Kreuzfahrtschiffen (u.a. Mein Schiff 3) lagen wir an der Pier. Unser Glück war, das die Aida ganz vorne an der Pier lag, wodurch uns der Busschuttle zum Schiff erspart blieb.
Da wir ja einen Strandtag vor uns hatten, konnten wir den Tag ganz ruhig angehen lassen. Nach einem ausgiebigen Frühstück sind wir mit dem Linienbus zu Hausstrand von Santa Cruz, nach San Andres gefahren, wo wir uns ein paar Stunden in die Sonne legten. Da wir im Frühjahr schon auf Teneriffa waren hatten wir auch keine Angst etwas zu verpassen.
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Zum Nachmittag hin sind wir dann noch durch die Innenstadt von Santa Cruz geschlendert.
Nachdem wir dann ca. gegen 20:00 Uhr den Hafen von Santa Cruz verließen ging es an‘s Koffer packen. Die Reise ging ihrem Ende entgegen.
Gran Canaria und Rückflug
Am nächsten Morgen wurde es dann noch einmal kurz hektisch, da unser Flug ja schon relativ früh ging, und wir um 8:00 Uhr den Transferbus nehmen mussten.
Um 11:00 Uhr ging dann unser Flieger zurück.
So, was kann man jetzt nach so einer Woche Kreuzfahrt sagen bzw. schreiben.
Es hat uns gefallen. Egal wie lange man sucht. Man findet „kein Haar in der Suppe“. Die Organisation seitens Aida, die Freundlichkeit mit der man einem überall Begegnet ist und sonst alles rund ums Schiff oder die Reiseziele. Es war perfekt.
Ob man noch einmal so eine Kreuzfahrt unternimmt? Vielleicht, man soll ja nie „nie“ sagen.
Es ist einfach eine andere Art Urlaub wie wir es nicht gewohnt sind. Es war ja erst unsere 2. Pauschalreise in den letzten 25 Jahren und man muss sich daran gewöhnen.
Aber vielleicht gibt es ja ein Wiedersehen.
Wer unsere Reise in einer kompletten 360° Panoramatour erleben möchte klickt einfach auf das nächste Bild:
Und wer sich nur ein paar Fotos anschauen möchte klickt einfach aufs Foto:
Viel Spaß dabei